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Weihnachten….ein Germanisches Fest

Weihnachten….ein germanisches Fest


Wir alle feiern Weihnachten und wir lieben dieses Fest.

Ich selbst wundere mich immer wieder wie sehr es mich an Weihnachten packt und wie sehr ich die Bräuche rund um dieses Fest zutiefst bejahe obwohl ich schon seit Jahren nicht mehr der Kirche angehöre. Zwar hatte ich nie begriffen was eigentlich der Weihnachtsmann und der geschmückte Baum mit dem Kind in der Krippe zu tun hatte. Aber rein gefühlsmäßig war das alles so schön, dass es besser nicht hinterfragt wurde.

Wintersonnenwende

Durch das feiern der Jahreskreisfeste habe ich mich immer wieder mit diesen Festen beschäftigt und eben auch mit dem Sonnenwendfest, der heiligen Weihnacht der keltisch, germanischen Kultur. Und nun setzen sich die, Puzzlestücke zu einem sinnvollen Bild zusammen. Das möchte ich gerne mit dir teilen.

Wie lebten unser germanischen Vorfahren? 

Ihre „Thing-Kultur“ war basisdemokratisch organisiert. Sie achteten Frauen hoch, unterhielten keine Armeen, waren Dichter und Biobauern. Ihr Denken war metaphysisch, was auch an ihrem Weihnachtsfest ablesbar war. Weihnachten meinte die weihevolle Nacht, in welcher von der germanischen Erd- und Himmelsgöttin Holle zur Wintersonnenwende das Sonnengottkind Balder wiedergeboren wird. Ein altgermanischer Begriff für Weihnachten ist demnach auch Julfest, das Fest der Muttergöttin.

Es ist also das Sonnenkind Balder, das alljährlich zur „weihevollen Nacht“ von der großen germanischen Erdgöttin Holle aus ihrem dunklen, weiblichen Meeresschoß neu geboren wird. Damit ist der Knabe die personifizierte Wiedergeburt des Sonnenlichtes in der irdischen Welt. Dies vollzieht sich immer wieder wenn die Nächte am tiefsten geworden sind. In der Nacht der Wintersonnenwende.

Das Licht aus der weiblich-fruchtbaren Dunkelheit

Das germanische Denken erkannte, dass das Licht der weiblich-fruchtbaren Dunkelheit entstammt. Sie verehrten die Erde, die Mutter als die ursprünglichste Kraft aus der alles entsteht. Der Weihnachts-Mythos entstammt also dem Norden Europas, wo nach einer langen Zeit der Dunkelheit zur Wintersonnenwende der Sonnenkörper als überaus grandioses Naturschauspiel lichtbringend aus dem Meeresschoß der Erde wiedergeboren wird.

Pilger

Es liegt auf der Hand, dass weit vor der Christianisierung unseres Kontinentes sich die Geburt der Sonne aus dem Meeresschoß der Erdgöttin weithin herumgesprochen hatte. Pilger aus dem fernen Ägypten und dem Nahen Osten wanderten nach dem germanischen Norden um diese heilige Wiedergeburt des Sonnengottes zu erleben. Gewandert wurde aus den fernen Regionen in Richtung Norden entlang der Bernsteinrouten. So findet sich dieses Szenario der Urweihnacht in den Kulturen Ägyptens sowie Mesopotamiens in abgewandelter Form wieder. So sind wohl die drei heiligen Könige aus dem Morgenland, wie uns die christliche Weihnachtsgeschichte wissen lässt, auch zu diesem Ereignis gewandert.

Durch die Christianisierung wurde das germanische Weihnachtsfest überformt. Jesus wurde an Balders Stelle gerückt. Auch der Name von Jesus Mutter verrät die den Ursprung, in dem ihr Name Maria auf Mare, also auf das Meer der Göttin verweist.

Letztlich ist beinah alles was am Weihnachtsbrauch schön ist der germanischen und keltischen Religion entnommen. Alle Göttergestalten und alle Attribute des ursprünglich, germanischen Weihnachten sind noch immer vorhanden.

Vorweihnachtsbräuche

So ist in der Vorweihnachtszeit die Göttin mit ihrem Schlitten oder Wagen durch die Dörfer gefahren um die Kinder zu beschenken und Kranke zu heilen. Ihr Begleiter ist Wotan, der ebenfalls als ein Schimmelreiter durch die Siedlungen zog und Geschenke brachte, die er Wochen zuvor von Reicheren eingeholt hatte. Darin klingt Weihnachten auch als ein Umverteilungsfest zum sozialen Ausgleich an wie es von vielen indigenen Völkern bekannt ist. Aus jenem Geschenke bringenden Wotan wurde der für die kirchlichen Dogmen ungefährliche Weihnachtsmann gemacht. Selbst das Durch-den-Kamin-Einsteigen ist von Wotan als Geschenkebringer bereits überliefert.

Dazu harmoniert, dass in altgermanischen wie keltischen Mythen der Hirsch mit seinem Geweih zur Wintersonnenwende den Sonnenball aus dem Schoß der Göttin in die Welt heben hilft. Daher taucht der Hirsch noch immer auf jedem Weihnachtsmarkt als Schmuckfigur auf!

Auch der Weihnachtsbaum ist einzig aus dem germanischen Kontext erklärbar. Es ist von unseren germanischen Ahnen überliefert, dass sie zu ihrem ursprünglichen Weihnachten Tannenzweige in ihre Häuser nahmen, da dieser Baum als immergrünes Wesen die Unsterblichkeit des irdischen Lebens ausdrückt. Das Schmücken von Bäumen ist vielen indigenen Wald-Religionen bekannt. So stimmt auch dieser germanische Brauch bis heute mit unserem heutigen Schmücken des Weihnachtsbaumes überein.

Mein Fazit

Trotz Christianisierung praktizierten unsere Vorfahren noch lange im Geheimen ihre angestammte Riten. Diese änderte schließlich ihre Politik, in die Methodik der Umdeutung auf christliche Gestalten. So überlebten die Bräuche, aber die Bedeutungsebenen ging immer mehr verloren. Esst allerdings unglaublich wie viel sich aus unserer ursprünglichen, germanischen Kultur über die Jahrtausende erhalten hat. Es ist noch unglaublicher wie weit sich diese Bräuche verbreitet haben. Im Prinzip wird auf der ganzen Welt germanisches Erbe gelebt. Unbewusst zwar und überformt, aber nichts desto trotz in fast reinster Form. Es muss eine tiefe Wahrheit darin sein, dass die Menschen sich dem so sehr mit Freuden hingeben können.

Mir haben diese Zusammenhänge die Augen geöffnet für die tiefe des Weihnachtsfestes. Und nun verstehe ich weshalb es in mir und in vielen Menschen so tief verwurzelt ist. Egal ob wir einer Kirche angehören oder nicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine friedliche Vorweihnachtszeit und ein segensreiches Wintersonnenwende-Weihnachts- Lichtfest

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